App-Entwicklung: was sie kostet und wie sie abläuft
Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die eine App entwickeln lassen wollen: Preisspannen in USD, Zeitrahmen, die Wahl zwischen nativer App, React Native und Web-App, Datenschutz und die Kosten nach dem Start.
Die kurze Antwort
Eine fokussierte erste Version einer App, also Anmeldung, wenige Ansichten, ein zentraler Ablauf und ein einfaches Backend, liegt in unserer Planung bei 40.000 bis 80.000 USD und dauert drei bis fünf Monate. Eine Business-App mit Zahlungen, Push-Benachrichtigungen, Schnittstellen und Admin-Bereich kostet 90.000 bis 180.000 USD und dauert fünf bis acht Monate. Komplexe Plattformen beginnen bei 200.000 USD.
Das sind Richtwerte für eine native Plattform, kein Angebot. Wer iOS und Android mit einer gemeinsamen Codebasis in React Native oder Flutter baut, rechnet mit dem 1,1- bis 1,3-Fachen. Zwei getrennte native Apps kosten das 1,7- bis 1,9-Fache. Die Herleitung jeder Zahl steht in unserem Kostenrechner für Apps (Englisch).
Native App, Cross-Plattform oder Web-App?
Vor jeder Preisfrage steht eine technische Entscheidung: Wie viele Codebasen soll es geben? Davon hängen Budget, Zeitplan und spätere Wartung stärker ab als von der Zahl der Ansichten. Die Faktoren in der Tabelle beziehen sich auf denselben Umfang, gebaut für eine native Plattform.
| Bauart | Technik | Kostenfaktor | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Native App, eine Plattform | Swift für iOS oder Kotlin für Android | 1,0 | Ihre Nutzer überwiegend ein System verwenden |
| Native Apps für iOS und Android | Swift und Kotlin, zwei Codebasen | 1,7 bis 1,9 | die App tief in Gerätefunktionen eingreift, etwa Bluetooth, HealthKit oder AR |
| Cross-Plattform | React Native oder Flutter, eine Codebasis | 1,1 bis 1,3 | beide Stores zum Start bedient werden sollen und ein Team beide Apps pflegt |
| Progressive Web-App (PWA) | Webtechnik, läuft im Browser | 0,4 bis 0,6 | keine Installation über einen Store nötig ist, etwa bei internen Werkzeugen |
Rechnet man die Faktoren gegeneinander, kostet eine Cross-Plattform-App für beide Stores rund ein Drittel weniger als zwei native Apps. Für die meisten Business-Apps ist sie deshalb der wirtschaftlichere Weg. Eine native Entwicklung lohnt sich, wenn Gerätefunktionen den Kern der App bilden. Der Ehrlichkeit halber: Die Apps, die wir Ihnen namentlich zeigen können, sind in React Native mit Expo entstanden. Eine fertige Flutter-App können wir nicht als Referenz vorweisen.
Was kostet es, eine App entwickeln zu lassen?
Die Spannen stammen aus unserem englischen Kostenrechner und gelten für den jeweiligen Umfang auf einer nativen Plattform. Wir stellen in US-Dollar in Rechnung, der Betrag in Euro oder Franken hängt also vom Wechselkurs ab.
| Stufe | Typischer Umfang | Richtwert | Dauer |
|---|---|---|---|
| Fokussierte erste Version (MVP) | Anmeldung, wenige Ansichten, ein zentraler Ablauf, einfaches Backend | 40.000 bis 80.000 USD | 3 bis 5 Monate |
| Business-App mittlerer Komplexität | zusätzlich Zahlungen, Push-Benachrichtigungen, Schnittstellen, Admin-Bereich und mehr Geschäftslogik | 90.000 bis 180.000 USD | 5 bis 8 Monate |
| Komplexe oder Enterprise-App | Echtzeitfunktionen, mehrere Schnittstellen, hohe Sicherheitsanforderungen, Offline-Modus | 200.000 bis 500.000 USD und mehr | 8 bis 18 Monate |
Innerhalb einer Spanne bewegen den Preis vor allem die Zahl der Plattformen, ein eigenes API-Backend statt Firebase oder Supabase, Echtzeitfunktionen wie Chat, aufwendige Animationen und regulatorische Anforderungen. Für ein eigenes Backend veranschlagt unser Kostenrechner 25.000 bis 80.000 USD, für Echtzeitfunktionen 15.000 bis 40.000 USD.
Nach dem Start kommen laufende Kosten dazu, die in keinem Entwicklungsangebot stehen:
- Apple Developer Program: 99 USD pro Jahr, laut Apple (Englisch), wo möglich in der Landeswährung abgerechnet. Die mitunter genannten 299 USD gelten für das Enterprise-Programm, das für die interne Verteilung an eigene Mitarbeitende gedacht ist, nicht für den App Store.
- Google Play Console: einmalig 25 USD.
- Hosting des Backends: 200 bis 2.000 USD im Monat bei 10.000 bis 100.000 monatlich aktiven Nutzern.
- Push-Benachrichtigungen und Analyse: 50 bis 500 USD im Monat, Absturzberichte 0 bis 300 USD im Monat.
- Wartung und Anpassung an neue iOS- und Android-Versionen: 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten pro Jahr.
- Provision der Stores auf In-App-Käufe: in den Standardmodellen 15 bis 30 Prozent je Transaktion.
Ein Rechenbeispiel: Kostet die erste Version 60.000 USD, sind für Wartung 9.000 bis 12.000 USD im Jahr einzuplanen. Apple und Google veröffentlichen regelmäßig neue Systemversionen und ändern ihre Store-Richtlinien, deshalb ist dieser Posten nicht optional.
Vom ersten Gespräch bis in den Store
Die Dauer folgt dem Umfang: 3 bis 5 Monate für eine erste Version, 5 bis 8 für eine Business-App, 8 bis 18 für komplexe Plattformen. Mehr Plattformen, aufwendige Schnittstellen und Compliance verlängern den Zeitplan. Die Phasen sind bei jeder Größe dieselben:
- Klärung. Ziele, Nutzergruppen, die zentrale Kennzahl, an der Sie den Erfolg messen, und die Entscheidung zwischen nativer App und Cross-Plattform.
- Design. Nutzerflüsse, Wireframes und ein klickbarer Prototyp in Figma, bevor Code entsteht.
- Entwicklung. App und Backend wachsen gemeinsam, mit einer wöchentlichen Demo. Analyse und Absturzberichte sind ab dem ersten Tag eingebaut.
- Tests. Interne Tests über TestFlight und die Testtracks der Play Console auf echten Geräten, danach eine geschlossene Beta.
- Einreichung. Store-Einträge, Screenshots und die Datenschutzangaben, die Apple und Google für jede App verlangen.
- Start in Stufen. Die App geht schrittweise an mehr Nutzer, Absturzraten werden laufend beobachtet, und die Rückkehr zur vorherigen Version ist vorbereitet.
- Betrieb. Wartung, Updates für neue Systemversionen und Weiterentwicklung.
Selbst entwickeln, Freelancer oder Agentur?
Man kann eine App selbst entwickeln. Baukästen und KI-App-Builder reichen für einen Prototyp oder ein einfaches internes Werkzeug. Grenzen zeigen sich bei eigenem Backend, Zahlungen, Datenschutz und Wartung. Wer selbst veröffentlicht, sollte außerdem wissen: Ein privates Google-Play-Konto, das nach dem 13. November 2023 angelegt wurde, braucht vor der Freigabe einen geschlossenen Test mit mindestens 12 Personen über 14 aufeinanderfolgende Tage.
Ein Freelancer passt zu einer klar umrissenen App mit kleinem Backend. Das Risiko liegt in der Abhängigkeit von einer Person, gerade bei Wartung und Updates. Eine Agentur oder ein festes Team deckt Design, Backend, Tests, Store-Freigabe und Betrieb ab und kostet entsprechend mehr. Wofür Sie sich auch entscheiden, prüfen Sie vor der Unterschrift diese Punkte:
- Die Konten im App Store und in Google Play laufen auf Ihr Unternehmen, nicht auf den Dienstleister.
- Quellcode und Repository liegen bei Ihnen, und der Vertrag regelt, wem der Code nach der Bezahlung gehört.
- Sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
- Wartung und Updates für neue iOS- und Android-Versionen sind mit Preis und Umfang beschrieben.
- Sie haben mindestens eine App des Anbieters selbst installiert, und zwar in der Technik, die er Ihnen empfiehlt.
- Das Angebot trennt den festen Umfang, spätere Änderungswünsche und die laufenden Kosten.
DSGVO, TDDDG und BFSG: was dazugehört
Eine App verarbeitet fast immer personenbezogene Daten: Konten, Standorte, Geräte-IDs, Zahlungen. Damit gilt die DSGVO. Arbeitet ein Dienstleister mit diesen Daten, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Wir unterzeichnen ihn als festen Bestandteil jedes Projekts, das einen erfordert.
Indien steht nicht auf der Liste der Angemessenheitsbeschlüsse der EU-Kommission (Englisch), geprüft am 19. Oktober 2026. Für Übermittlungen dorthin braucht es geeignete Garantien nach Art. 46 DSGVO, in der Regel die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission. Sprechen Sie das am besten vor Vertragsschluss an. Wie wir Übermittlungen der Daten absichern, die über diese Website zu uns gelangen, beschreibt unsere Datenschutzerklärung.
In Deutschland regelt § 25 TDDDG, früher TTDSG, wann eine App Informationen auf dem Gerät speichern oder auslesen darf. Analyse- und Werbe-SDKs brauchen dafür in der Regel eine Einwilligung. Ausgenommen ist, was für den ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich ist. Planen Sie den Einwilligungsdialog deshalb im Design ein, nicht erst kurz vor dem Start.
Seit dem 28. Juni 2025 gilt außerdem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für bestimmte Dienstleistungen an Verbraucher, darunter Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr. Verkaufen Sie über Ihre App an Verbraucher, klären Sie mit Ihrer Rechtsberatung, ob die App darunter fällt, und zwar bevor das Design steht.
So entwickelt Digital Heroes Ihre App
Die Leitung sitzt in New York, unsere Entwickler arbeiten in Delhi und Lucknow. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben wir kein Büro. Projekte werden remote betreut und laufen auf Englisch. Im Live Chat auf dieser Website werden die Antworten unseres Teams maschinell in die Sprache Ihres Browsers übersetzt, Sie können also auf Deutsch schreiben.
Zwischen Indien und Mitteleuropa liegen 4,5 Stunden, während der europäischen Sommerzeit 3,5 Stunden. Indien stellt die Uhr nicht um.
Technisch bauen wir nativ mit Swift und Kotlin und plattformübergreifend mit React Native und Flutter. Für React-Native-Apps nutzen wir Expo und EAS Build, für Backends Node.js, Supabase oder Firebase. Mehr zu unserer Arbeit mit React Native finden Sie auf der Seite React-Native-Entwicklung (Englisch).
Braucht Ihre App eine größere Plattform dahinter, etwa ein Kundenportal oder eine Verwaltungsoberfläche, beschreibt unsere Seite zur individuellen Softwareentwicklung, wie wir das umsetzen. Für eine Shopping-App auf Basis eines Shopify-Shops rechnet unser Kostenrechner mit 60 bis 120 Stunden für die Anbindung an die Storefront API. Wie der Shop selbst entsteht, erklärt unser Ratgeber Shopify-Shop erstellen lassen.
Nach vollständiger Bezahlung gehört Ihnen, was für Ihr Projekt entstanden ist: Code, Designs, Texte und eigens erstellte Materialien. Bibliotheken, die wir schon vorher hatten oder für mehrere Kunden entwickeln, bleiben bei uns.
Zahlungsmodelle
- Projekte mit festem Umfang: eine Anzahlung vor Projektstart, danach Zahlungen zu vereinbarten Meilensteinen.
- Laufende Betreuung (Retainer) und dedizierte Teams: monatliche Abrechnung.
Wir stellen in US-Dollar in Rechnung. Ob für Ihre Rechnung das Reverse-Charge-Verfahren gilt, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.
Was wir gebaut haben
Als App-Projekt dürfen wir namentlich die beiden Apps von AirTrainr (Englisch) zeigen: eine für Sportler, eine für Trainer, gebaut mit React Native, Expo und Supabase.
Außerdem haben wir 2026 die gesamte Plattform von Planivo (Englisch) entwickelt, eine Software zur Personalplanung für Kliniken und Krankenhäuser. Dazu kommt SpeedyPrint, ein südafrikanischer Web-to-Print-Shop mit Design-Editor im Browser, Druckaufträgen mit variablen Daten aus CSV-Dateien, Korrekturabzügen und PayFast im Checkout.
Auf Clutch erreicht Digital Heroes 5,0 aus 66 verifizierten Bewertungen (geprüft am 13. Oktober 2026, Clutch-Profil (Englisch)), und wir haben für Kunden in 40+ Ländern gearbeitet. Einen Überblick über alle unsere Seiten auf Deutsch finden Sie auf der Startseite.
Häufige Fragen
Wie viel kostet eine App-Entwicklung?
Als Richtwert für eine native Plattform: 40.000 bis 80.000 USD für eine fokussierte erste Version, 90.000 bis 180.000 USD für eine Business-App mit Zahlungen und Schnittstellen, ab 200.000 USD für komplexe Plattformen. Eine Cross-Plattform-App für iOS und Android liegt beim 1,1- bis 1,3-Fachen. Ein verbindliches Angebot entsteht erst aus einem schriftlich festgelegten Umfang.
Wie lange dauert die App-Entwicklung?
3 bis 5 Monate für eine erste Version, 5 bis 8 Monate für eine Business-App und 8 bis 18 Monate für komplexe Plattformen. Darin enthalten sind Klärung, Design, Entwicklung, Tests und die Store-Freigabe. Mehr Plattformen, Schnittstellen und Compliance verlängern den Zeitplan.
Kann man eine App selbst entwickeln?
Ja. Für einen Prototyp oder ein einfaches internes Werkzeug reichen Baukästen und KI-App-Builder oft aus. Sobald ein eigenes Backend, Zahlungen, personenbezogene Daten oder regelmäßige Updates dazukommen, steigt der Aufwand deutlich, und viele Unternehmen ziehen dann ein Team hinzu. Bei einem neuen privaten Google-Play-Konto ist vor der Freigabe ein geschlossener Test mit mindestens 12 Personen über 14 Tage Pflicht.
Native App oder React Native: Was ist besser?
Für die meisten Business-Apps ist eine gemeinsame Codebasis in React Native oder Flutter der wirtschaftlichere Weg: Sie kostet das 1,1- bis 1,3-Fache einer nativen Plattform, zwei native Apps kosten das 1,7- bis 1,9-Fache. Eine native Entwicklung lohnt sich, wenn die App tief auf Gerätefunktionen wie Bluetooth, HealthKit oder AR zugreift.
Welche Kosten fallen nach dem Start der App an?
Apple verlangt für das Developer Program 99 USD pro Jahr, Google Play einmalig 25 USD. Dazu kommen Hosting, Push-Benachrichtigungen, Analyse und Absturzberichte sowie Wartung von 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten pro Jahr. Auf In-App-Käufe nehmen die Stores in ihren Standardmodellen 15 bis 30 Prozent Provision.
Ist ein Entwicklerteam in Indien mit der DSGVO vereinbar?
Die DSGVO erlaubt Übermittlungen in Drittländer, wenn geeignete Garantien bestehen. Für Indien gibt es keinen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission, deshalb gehören die Standardvertragsklauseln nach Art. 46 DSGVO in den Vertrag. Dazu kommt ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, den wir als festen Bestandteil jedes Projekts unterzeichnen, das einen erfordert.
Kann ich das Projekt auf Deutsch führen?
Nein, unsere Projekte laufen auf Englisch. Im Live Chat auf dieser Website können Sie trotzdem auf Deutsch schreiben: Die Antworten unseres Teams werden maschinell in die Sprache Ihres Browsers übersetzt.
Sprechen Sie mit einem Entwickler über Ihre App
Beschreiben Sie Ihre Idee im Live Chat, gern auf Deutsch. Oder buchen Sie einen Termin über unsere englischsprachige Buchungsseite.
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